Heiß begehrt waren die Tipps von Fotojournalist Frank Steinbach (Mitte) bei der Sichtung von mitgebrachten Bildern. Foto: Stefan Blank
Im Bild: von der Moschee über das Nachtleben bis zum Zeppelin
Stadtjubiläums-Projekt Fotoreportage „24 Stunden Friedrichshafen – 200 Ansichten einer Stadt“ ist gestartet
Friedrichshafen – Ein Leuchtturmprojekt des Stadtjubiläums 2011, die Fotoreportage „24 Stunden Friedrichshafen – 200 Ansichten einer Stadt“, wurde letzten Samstag auf den Weg gebracht: Mit einem Workshop führten Projektleiter Stefan Blank und der Kölner Fotojournalist Frank Steinbach die von der Jury ausgewählten zwanzig ambitionierten Amateurfotografen in die Reportagefotografie ein. Für jeden gibt es jetzt ein Thema – von der Häfler Moschee über das Nachtleben bis zum Zeppelin – und die Vorbereitungen laufen. Fotografiert wird am Freitag, 3. September 2010, 24 Uhr, bis Samstag, 4. September, 24 Uhr. Ziel: mit insgesamt 200 Bildern Friedrichshafen abbilden – in 24 Stunden.
Bei „24 Stunden Friedrichshafen“ geht es um Menschen, Orte, Begebenheiten, Nationalitäten, Junge und Alte, Arbeitswelt, Kultur, Vereinsleben – kurz: das Miteinander. Die Fotografinnen und Fotografen begeben sich auf die Suche: Was zeichnet Friedrichshafen als Stadt aus, die sich über 200 Jahre entwickelt hat? Wie sieht die Stadt heute aus, wie fühlt sie sich an? Ziel ist eine Ausstellung mit 200 Bildern, die zur Eröffnung des Jubiläumsjahrs 2011 präsentiert wird.
Zwanzig ambitionierten Amateurfotografinnen und -fotografen nehmen die Herausforderung an, in jeweils zehn ausgewählten Fotos, also einer klassischen Fotoreportage, das Erlebte als Geschichte in Bildern zu erzählen. Wie das geht, zeigte beim Workshop der Kölner Fotojournalist und Stipendiat der VG Bild Kunst Frank Steinbach – in Text und Bild: Perspektivenwechsel, Roter Faden, Dramaturgie und Motivliste sind nur ein paar Schlagworte aus seinem Erfahrungsschatz, die die zwanzig Fotografen mit nach Hause nahmen. Vorher aber waren viele Fragen zu klären: Wie fotografiere ich eine Apfelernte? Kann ein Platz in Friedrichshafen ein Thema sein? Wodurch wird eine Geschichte über den Flughafen eine besondere Geschichte? Wie sieht der Alltag von Häfler Jugendlichen aus? In der Diskussion fand die Gruppe dann die zwanzig Geschichten, die die Stadt in all ihren Facetten zeigen sollen. Jetzt heißt es für die Fotografen üben, sich Gedanken über das eigene Projekt machen und erste Kontakte knüpfen. Denn am Freitag, 3. September, 24 Uhr, geht’s los.
Danach folgt eine erste Bildauswahl durch die Fotografen, und am 5. Oktober setzt sich die Jury zusammen, um die besten Bilder für die zwanzig Fotoreportagen auszuwählen. Bis Dezember hat das Fotografenteam rund um Stefan Blank dann Zeit, eine Ausstellung zu konzipieren und diese rechtzeitig zur Eröffnung des Stadtjubiläums zu präsentieren.